Akupunktur

akupunktur 01Das Wort Akupunktur leitet sich aus dem lateinischen acus = Nadel, punctio = Stechen her.

 

Die erste zur Zeit bekannte schriftliche Erwähnung der Akupunktur und Moxibustion stammt aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus aus China. Neuere Grabfunde weisen auf eine viel ältere Zeit hin. Sogar Ötzi trug Tätowierungen an Stellen, die in der Nähe von Akupunktur- punkten liegen.

 

Die Akupunktur als Therapieform hat  jedenfalls eine lange Geschichte. Heute wird sie in der westlichen Medizin hauptsächlich zur Schmerztherapie verwendet.

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt auf einer Indikationsliste auch darüber hinaus folgende Bereiche an:

 

  • Erkrankungen des Atmungssystems
  • Gastrointestinale Störungen
  • Schlafstörungen
  • Bronchialasthma
  • Neurologische Störungen
  • Augenerkrankungen
  • Muskuloskeletale Erkrankungen

 

Es gibt ca. 361 Akupunkturpunkte, die auf Meridianen – Leitbahnen angeordnet sind. Nach Meinung der chinesischen Medizin wird durch das Einstechen der Nadeln der Fluss des Qi (Lebensenergie) beeinflusst. Es gibt auch die Möglichkeit, die Punkte zu erwärmen. Diese Methode nennt man Moxibustion.

Älter als die Akupunktur ist die Akupressur, wobei die Punkte nur mit Druck behandelt werden.

 

akupunktur 02Die Ohrakupunktur

– die Auriculotherapie wurde 1954 vom französischen Arzt Paul Nogier entwickelt. Anfang der fünfziger Jahre behandelte er in seiner Praxis in Lyon Seeleute, die Narben an den Ohren hatten. Die Narben stammten von Brandwunden die ihnen zugefügt worden waren, um ihre Ischialgien zu heilen. Er begann sich mit den Reflexzonen am Ohr zu beschäftigen, entdeckte Punkte für die inneren Organe und entwickelte seine „Ohrgeometrie“.

 

Die Auriculotherapie gehört zu den Sonderformen der Akupunktur, wie auch beispielsweise die Schädelakupunktur nach Yamamoto. Nogier stellte seine Ohrakupunktur erstmals 1956 auf einem Akupunkturkongress vor.

 

Durch die Festlegung der Punkte und weiteren Systematiken konnten über cutiviszerale und viscerocutane Bahnen (von der Haut zum Organ und umgekehrt) innere Störungen beeinflusst werden.

 

Auch die Chinesen forschten auf diesem Sektor weiter und bestätigten Nogiers Forschungen. Nogier betitelte die Punkte mit den Organnamen bzw. Körperteilen, die Chinesen numerierten die Punkte. Deshalb sind auf den Ohrakupunkturschematas oft beide Bezeichnungen zu finden. Die Anordnung der Punkte im Ohr zeigt das sehr bekannte Bild eines Embryos in Kopflage, den „umgekehrten Homunculus“.

 

Heute wird die Ohrakupunktur oftmals mit anderen Therpieformen kombiniert, z. B.  der Körperakupunktur, Neuraltherapie, Mundakupunktur und den manuellen Therapien.

 

 

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